Psychologische Schwangerschaftsbegleitung und Geburtsvorbereitung

Eine Schwangerschaft und die Geburt eines Kindes sind bedeutende Lebensereignisse. Das Leben der werdenden Mutter bzw. der werdenden Eltern ändert sich auf allen Ebenen: körperlich, beruflich, sozial und auch psychisch. Für alle Beteiligten beginnt ein neuer Lebensabschnitt, dem man gemeinsam oder auch alleine entgegenblickt. Nicht immer ist dabei Gelassenheit und prickelnde Vorfreude vorherrschend. Eine Schwangerschaft gehört zu den prägendsten Übergangsphasen im Leben einer Frau und bedeutet auch für den werdenden Vater tiefgreifende Veränderungen, die es zu bewältigen gilt.
In der Schwangerschaft werden auf vielfältige Art und Weise Grundsteine für die Gesundheit des Kindes und für das zukünftige Miteinander als Familie gelegt. Die medizinische Versorgung während Schwangerschaft und Geburt ist in Deutschland glücklicherweise auf höchstem Niveau gewährleistet. Doch im Klinikalltag ist es leider nicht immer möglich, werdende Mütter und Väter auch seelisch aufzufangen, sie in möglicherweise vorhandenen Ängsten und Sorgen wahrzunehmen und sie in ihrem Selbstvertrauen als Eltern zu stärken. Dabei kann es eine große Herausforderung sein, diese Übergangsphase mit all ihren Facetten nicht nur auf einer körperlichen, sondern auch auf einer seelisch-psychischen Ebene zu meistern, ihr positiv und selbstbewusst zu begegnen.

Neben der Vorfreude auf das neue Familienmitglied ist es völlig normal, dass die Schwangerschaft und die Gedanken an die Geburt und das Elternsein manchmal auch von Sorgen oder Ängsten begleitet sind: Geht alles gut? Kann ich eine gute Mutter/ein guter Vater sein? Darf ich mich manchmal auch nicht auf das Kind freuen? Wie schaffen wir das alles? Ist das Kind gesund? Was bedeutet ein (weiteres) Kind für unsere Partnerschaft? Wie wird wohl die Geburt?  Vor allem der letzte Gedanke hängt nicht zuletzt auch davon ab, ob in der Vergangenheit oder im näheren persönlichen Umfeld negative oder möglicherweise traumatische Erfahrungen im Zusammenhang mit einer Geburt gemacht wurden.
Im Rahmen einer psychologischen Schwangerschaftsbegleitung begleite ich die biographische Übergangsphase einer Schwangerschaft bis hin zur Geburt und bei Bedarf auch darüber hinaus. Werdende Eltern sollen in ihrem Selbstvertrauen gestärkt werden, um den neuen Herausforderungen zuversichtlich und selbstbewusst entgegenzublicken.

Sie fühlen sich bereits gut aufs Elternsein vorbereitet, erwarten mit Vorfreude und einer gehörigen Portion Selbstbewusstsein Ihr Baby und sind sich sicher, das zunächst vielleicht kopfstehende Leben als Eltern souverän zu meistern? Allein die Geburt bereitet Ihnen noch etwas Kopfzerbrechen und Sie haben den Wunsch, dieses besondere Erlebnis ebenso zuversichtlich zu erwarten und außerdem positiv beeinflussen zu können?
Ein Selbsthypnosetraining zur Schmerzkontrolle und Schmerzbewältigung kann Ihnen genau dies ermöglichen. Durch ein gezieltes mentales Training können Sie konkrete Strategien erlernen, um mit den intensiven Empfindungen während einer Geburt gut umzugehen und Schmerzen zu reduzieren. So können Sie angstfrei und entspannt die Geburt erwarten und erleben!
Bereits während der Schwangerschaft kann Selbsthypnose sehr wohltuend und stressreduzierend wirken.

→ Selbsthypnose und Geburt

Als Psychologin M.Sc. biete ich psychologische Geburtsvorbereitung an. Diese ersetzt keinesfalls die Betreuung und die Vorbereitung durch Ihre Hebamme bzw. die empfohlenen medizinischen Untersuchungen während der Schwangerschaft. Es handelt sich vielmehr um eine effektive Ergänzung mit dem Fokus auf der mentalen Vorbereitung, ähnlich wie ein Sportpsychologe einen Athleten „geistig“ stärkt und so zu Höchstleistungen befähigt.

»Von außen wird häufig suggeriert, dass man sich ausschließlich freuen müsse. Gleichzeitig kursieren viele Geschichten über dramatische Geburten, durch die man als Frau eben irgendwie durch müsse. Das kann Angst machen und Druck aufbauen.«

Lisa Grüny

Gedanken und Fragen, auf die eine psychologische Schwangerschaftsbegleitung eingeht:

Ich habe Angst vor der Geburt, vor Schmerzen, vor einem Kontrollverlust, vor Schamgefühlen oder vor medizinischen Komplikationen.
Ich möchte die Geburt selbst positiv beeinflussen können.
(Wie) kann ich auch bei einem Kaiserschnitt ein schönes Geburtserlebnis haben?
Was ist meine Rolle als Partner und Vater während der Geburt?
Wie kann ich mich innerlich schützen, wenn mir jemand eine Geburtsgeschichte erzählt, die mir Angst macht?
Ich wäre gerne zuversichtlicher, wenn ich an die Geburt denke.
Ich fürchte mich vor gesundheitlichen Problemen des Kindes oder einer Fehlgeburt!
Ich habe bei früheren Geburten negative Erfahrungen gemacht, die mich nicht loslassen.
Darf ich mich auch mal nicht auf das Kind freuen? Wie gehe ich mit meinen ambivalenten Gefühlen um?
Plötzlich stehen auch beruflich so viele Entscheidungen an…!
Welche Rolle haben die werdenden Großeltern für mich?
Wie komme ich mit der ganzen Verantwortung klar?
Ich habe Angst, dass das Stillen nicht klappt!
Was mache ich, wenn der Babyblues kommt?
Wie gehe ich mit meiner neuen Rolle als Mama/Papa um?
Was bedeutet es für uns, wenn wir nicht mehr nur ein Paar, sondern eine Familie sind?
Wie meistere ich das Leben als Alleinerziehende/r?
Das Baby ist da und unsere Welt steht auf dem Kopf!